Offen-Geschlossen-Hoch-Tief
Uraufführung auf dem Tanzfestival Köln 1994
Offen-Geschlossen-Hoch-Tief – Ein Tanz-Zyklus über Emotionen und Elemente
„Offen-Geschlossen-Hoch-Tief“ ist ein Solo-Tanzzyklus, der sich mit den unterschiedlichen Auffassungen von Gefühlszuständen in asiatischen und europäischen Kulturen auseinandersetzt. Das Stück wurde 1994 auf dem Tanzfestival Köln uraufgeführt und von mir choreografiert und getanzt.
Inspiration durch Philosophie und Kultur
Im Zentrum des Zyklus stehen die asiatische Philosophie mit ihren fünf Elementen – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – und den jeweils zugeordneten Emotionen. Dem gegenüber steht die europäische Tradition mit ihren vier Elementen – Feuer, Erde, Wasser und Luft – sowie den dazugehörigen Gefühlszuständen. In manchen Theorien wird auch ein fünftes Element, der Äther, hinzugefügt. Mich faszinierte, wie unterschiedlich – und doch verwandt – diese Systeme Emotionen, Natur und innere Bewegungen deuten.
Choreografie als Brücke zwischen Welten
Jede Bewegung, jede Geste in „Offen-Geschlossen-Hoch-Tief“ ist inspiriert von den jeweiligen Elementen und Emotionen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser im asiatischen Denken, Feuer, Erde, Wasser und Luft (und manchmal Äther) in der europäischen Tradition. So entstand eine tänzerische Auseinandersetzung, die Gegensätze sichtbar macht, Übergänge schafft und die universelle Sprache des Körpers nutzt, um kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erforschen.
Uraufführung und Resonanz
Die Premiere auf dem Tanzfestival Köln 1994 war für mich ein besonderer Moment: Ein Solo, das philosophische Tiefe, kulturelle Vielfalt und emotionale Kraft verbindet – und bis heute in meiner künstlerischen Arbeit nachwirkt.


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