Premiere: 16.12.2001, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg
ARIADNE – Zwischen Kreislauf und Labyrinth
ARIADNE ist ein vielschichtiges Musiktheaterstück, das verschiedene künstlerische Ausdrucksformen miteinander verbindet. Video-, Computer-, Musik- und Textelemente verschmelzen mit Live-Musik, Tanz und Performance zu einer dichten, atmosphärischen Inszenierung. Das Stück lädt das Publikum ein, sich auf eine sinnliche und gedankliche Reise zwischen unterschiedlichen Kulturen und Weltbildern einzulassen.
Ost trifft West – Lebensmodelle im Dialog
Im Zentrum von ARIADNE steht die Beziehung zwischen dem Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin und dem östlichen Lebensmodell einerseits sowie der europäischen Lebensphilosophie andererseits. Während im östlichen Denken das menschliche Leben als Kreislauf von fünf Elementen – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – verstanden wird, die in festgelegten Zyklen ineinander übergehen und sich gegenseitig beeinflussen und kontrollieren, sieht das europäische Weltbild das Leben eher als verschlungenen Weg durch ein Labyrinth. Hier steht der Tod als Mittelpunkt und Endpunkt dieses Weges, während im östlichen Modell die Bewegung und Wechselwirkung der Elemente den Lebensprozess bestimmen.
Künstlerische Spannung und philosophische Tiefe
Die Spannung des Stücks entsteht aus dem Dialog zwischen diesen beiden Sichtweisen: zyklische Prozesse und immer neue Übergänge auf der einen Seite, das Suchen, Verlaufen und Finden im Labyrinth auf der anderen. ARIADNE setzt sich künstlerisch mit der Frage auseinander, wie wir unser Leben verstehen – als Kreislauf, als Suche, als Weg voller Wendungen und Übergänge. Musik, Tanz, Video und Text verweben sich zu einer vielschichtigen Reflexion über Lebenswege, Identität und Wandel.
Dank für die Unterstützung
Ein besonderer Dank gilt Güte Gnu für die freundliche Unterstützung bei der Realisierung dieses Projekts. Ohne diese Begleitung wäre ARIADNE in dieser Form nicht möglich gewesen.


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