Aktuell arbeite ich an einem Dokumentarfilm, in dem Jugendliche offen über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus sprechen. Im Mittelpunkt stehen ihre Stimmen, ihre Geschichten – aber auch konkrete Wege, wie Betroffene Unterstützung finden und was jede:r Einzelne tun kann. Der Film befindet sich derzeit in der Produktion. Eine Kurzfassung (Teaser) von ca. 8 Minuten ist ebenfalls in Planung.
Der Film entsteht mit Unterstützung der Integrationsoffensive, des Stadtjugendausschuss Karlsruhe und in Kooperation mit der AWO Karlsruhe. Vielen Dank!
Inhaltsverzeichnis
- Warum dieser Film?
- Alltagsrassismus: Stimmen der Jugendlichen
- Zwischen „Überempfindlichkeit“ und beleidigter „Leberwurstigkeit“
- Wohin mit meinen Erfahrungen? – Anlaufstellen und Unterstützung
- Solidarität und Selbstreflexion: Wege zu mehr Offenheit
- Kontakt und Zusammenarbeit
Warum dieser Film?
Alltagsrassismus ist ein Thema, das viele Menschen betrifft, aber oft nicht ausreichend gesehen oder ernst genommen wird. Betroffene werden nicht selten als „überempfindlich“ abgestempelt, während ihre Erfahrungen bagatellisiert werden. Ziel dieses Films ist es, die Perspektiven von Jugendlichen sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und Raum für echte Begegnung und Dialog zu schaffen.
Alltagsrassismus: Stimmen der Jugendlichen
Im Film erzählen Jugendliche von Momenten, in denen sie wegen ihrer Hautfarbe, Religion, Kleidung oder Sprache ausgegrenzt oder beleidigt wurden. Diese Geschichten zeigen, wie tief Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft verankert ist – und wie unterschiedlich die Reaktionen darauf ausfallen. Manche berichten von Unsicherheit und Scham, andere von Wut oder Ohnmacht. Doch alle vereint der Wunsch nach Respekt und Gleichbehandlung.
Zwischen „Überempfindlichkeit“ und beleidigter „Leberwurstigkeit“
Ein zentrales Thema ist der schmale Grat zwischen berechtigter Kritik und vorschnellen Vorwürfen. Nicht jede negative Erfahrung ist automatisch rassistisch motiviert – und dennoch werden Betroffene oft als „zu empfindlich“ dargestellt. Gleichzeitig gibt es das Phänomen, dass Kritik an eigenen Fehlern vorschnell als Rassismus interpretiert wird („Leberwurstigkeit“). Der Film möchte diese Ambivalenz beleuchten, ohne Stereotype zu reproduzieren, und zu mehr Selbstreflexion anregen.
Wohin mit meinen Erfahrungen? – Anlaufstellen und Unterstützung
Was tun, wenn man selbst von Alltagsrassismus betroffen ist? Der Film stellt verschiedene Anlaufstellen und Initiativen vor, die Betroffenen helfen – sei es durch Beratung, rechtliche Unterstützung oder Austausch mit anderen. Ziel ist es, Mut zu machen, das Schweigen zu brechen und sich nicht mit Diskriminierung abzufinden.
Solidarität und Selbstreflexion: Wege zu mehr Offenheit
Auffällig ist, dass es oft wenig Solidarität zwischen verschiedenen diskriminierten Gruppen gibt. So beklagen manche Jugendliche rassistische Kommentare wegen ihres Kopftuchs, während sie selbst andere Minderheiten ausgrenzen. Der Film lädt dazu ein, auch die eigenen Vorurteile zu hinterfragen und echte Offenheit und Toleranz zu leben – über alle Unterschiede hinweg.
Kontakt und Zusammenarbeit
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Interesse an einer Zusammenarbeit? Wenn Sie mehr über einzelne Projekte erfahren oder Möglichkeiten eines Austauschs besprechen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht. Nutzen Sie das Kontaktformular oder schreiben Sie eine E-Mail – ich melde mich zeitnah zurück und freue mich auf den Dialog.


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