NYX
Langzeitperformance von 1.5. bis 31.5. 2004, Orgelfabrik, Karlsruhe
NYX (griechisch: Nacht) war eine speziell für die Orgelfabrik Karlsruhe entwickelte Langzeitperformance, die sich intensiv mit den Themen Nacht, Dunkelheit und subjektivem Zeitempfinden auseinandersetzte.
Über den gesamten Mai hinweg verwandelte sich der Raum der Orgelfabrik in eine Bühne für die Erfahrung extremer Zeitdehnung: Die Choreografie bestand aus super-slow-motion-Bewegungen, die die Wahrnehmung von Zeit radikal verlangsamten. Für das Publikum entstand so die Möglichkeit, den eigenen Zeitsinn zu hinterfragen und sich auf eine ganz neue, bewusste Form der Aufmerksamkeit einzulassen.
Die unterschiedlichen Tempi wurden nicht nur tänzerisch, sondern auch musikalisch und visuell umgesetzt: Die Kostüme wechselten im Verlauf der Performance von dunklen zu immer heller werdenden Farbtönen und spiegelten so den Übergang von der Nacht zum Tag, von Dunkelheit zu Licht. Musik und Bewegung bildeten dabei eine dichte, meditative Atmosphäre, in der die Grenzen zwischen Raum, Zeit und Wahrnehmung bewusst verschwammen.
Mein besonderer Dank gilt Güte Gnu für die freundliche Unterstützung und die Ermöglichung dieses außergewöhnlichen Projekts.


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