Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten – Song und Video über Überwachung und Identität

von | 16.08.2011 | Kunst-Projekte, Film und Video, Komposition, Musik und Sound Design, Performance, Philosophie, Sound Design, URBANITY, Videokunst

„Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“ ist mein Song gegen Massendatenspeicherung, TKÜV, Überwachung und die schleichende Aufhebung der Privatsphäre. Das Werk entstand aus der Beobachtung, dass technische Machbarkeit, gepaart mit der Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber den Möglichkeiten von Konzernen und Regierungen, zu einer immer umfassenderen Kontrolle und Selbstüberwachung führt. Die Verführungskraft der Medien und die Allgegenwart von Smartphones machen klassische Überwachungsinstrumente wie elektronische Fußfesseln fast schon überflüssig. Wozu braucht man noch eine Fußfessel, wenn man ein Smartphone hat? Der Song ist musikalisch und inhaltlich eine klare Absage an den Überwachungsstaat und an die freiwillige Preisgabe der eigenen Identität. Im Refrain heißt es: „Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten, jeder ist ein Polizist.“ Damit spreche ich die neue gesellschaftliche Realität an, in der Überwachung nicht nur von oben, sondern auch von unten, von jedem Einzelnen ausgeht: Jede und jeder wird zum Beobachter, zum Datensammler, zum kleinen Polizisten des Alltags. Das Video zum Song ist eine künstlerische Provokation. Ich habe mich selbst „gewaterboardet“, um die Mechanismen von Angst, Kontrolle und Selbstinszenierung sichtbar zu machen. Die Szene sieht auf den ersten Blick erschreckend echt aus – und genau das war die Absicht: Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollen spüren, wie Überwachung und Kontrolle sich anfühlen, wie schnell aus Show und Fiktion eine reale Bedrohung werden kann. Am Ende löse ich das Waterboarding auf und lache in die Kamera, um zu zeigen, dass es sich um eine Inszenierung handelt. Damit mache ich deutlich, wie sehr Überwachung und Selbstüberwachung heute Teil einer medialen Show geworden sind – und wie leicht sich Realität und Fiktion vermischen lassen. Der Song ist Teil meines Solo-Programms, in dem ich Musik, Video, Performance und Technik selbst gestalte. Wie bei meinen anderen Werken steht auch hier das Prinzip „alles aus einer Hand“ im Mittelpunkt: Von der Komposition über die Aufnahme bis zur Videoproduktion und Live-Performance stammt alles von mir. „Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“ ist ein künstlerisches Statement für Privatsphäre, Selbstbestimmung und die Verteidigung der eigenen Identität – gegen Gleichgültigkeit, Anpassung und die Versuchung, sich selbst zum Teil des Überwachungsapparats zu machen. YouTube-Veröffentlichung: 16.08.2011 Konzept, Musik, Video, Performance: Isis Chi Gambatté

Weitere Beispiele für meine Videosnippets und audiovisuellen Live-Kompositionen finden Sie in den Beiträgen Vögel – Animals and Emotions: Projektionen und Charaktere, Komponierte Bilder, gespielter Klang: Alles aus einer Hand, Was auch geschieht bleib dir treu! – Geometrische Gefühle als audiovisuelle Komposition und Elektronische Musik und Visuals – Promo-Video zur Premiere am 19. November 2009.

Verspüren Sie Lust auf kreative Impulse und möchten regelmäßig Neues entdecken?

Möchten Sie regelmäßig frische Impulse und Einblicke in kreative Projekte erhalten? Dann abonnieren Sie jetzt meinen Newsletter und lassen Sie sich inspirieren – mit Neuigkeiten, Storys und besonderen Tipps rund um Film, Musik und Kreativität direkt in Ihr Postfach.

Icon für Newsletter abonnieren

Kontaktieren Sie mich – ich freue mich darauf, Ihre Geschichte kennenzulernen!

Erzählen Sie mir von Ihrem Vorhaben und erleben Sie, wie aus Ihrer Idee ein außergewöhnliches Projekt entsteht. Gemeinsam verwandeln wir Ihre Vision in einen einzigartigen Film oder ein individuelles Musikstück, das begeistert und berührt.

Icon für Projektanfrage senden

Themen

Tags